Vera Kaa
Aus Ugugu
Schweizer Sängerin ; geboren 27. März 1960 in Luzern als Vera Kaeslin
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Auf ihren Konzerten spielte die Gruppe aus lauter Jux den 1960er Jahre-Schlager "Schuld war nur der Bossa Nova", der so gut ankam, dass eine Cover-Version als Single und auch auf dem zweiten Album Korrekt (1982) veröffentlicht wurde. Der Höhepunkt der Karriere der Vera Kaa Band dürfte 1983 der Auftritt vor 20'000 Zuschauern beim St. Galler Open-Air-Festival gewesen sein, das vom Schweizer Fernsehen live übertragen wurde. Das dritte Album Zeit der Wölfe (1984) war noch härter und rockiger, scheint sich aber nicht besonders gut verkauft zu haben und die Gruppe wurde 1985 aufgelöst. In dieser Zeit ging Vera Kaa ihre erste Ehe mit dem damals erfolgreichen Zürcher Rockmusiker Rams ein.
1987 spielte Vera Kaa in Luzern im Musical "Der rasende Roland" erstmals Theater und begann danach in ihrem "Sehnsuchtsprogramm" Bertolt Brecht und Seemannslieder zu singen. Zusätzlich engagierte sie sich für den Vegetarismus und auch sonst für alles mögliche. 1991 veröffentlichte sie etwa die zweisprachige CD single Rien ne va plus (Wenn die Frau will, dann steht alles still), deren Erlös den landesweiten Frauenstreik vom 14. Juni unterstützte. Im selben Jahr hatte Vera Kaa einen schweren Autounfall.
Ihr rockiges Album Different ways (1991) schaffte es bis auf Platz 28 der Schweizer Hitparade, das Album Tango (1992) dann sogar bis auf Platz 21. Mit enthalten war darauf ein Duett mit Polo Hofer, "Chrüzwäg", ihr erstes Lied in Schweizerdeutsch überhaupt. Ihr nächstes Album Von Brecht bis Blues (1993) nahm sie mit Unterstützung von Michel Poffet und Greg Galli auf und sang darauf Lieder von Bertolt Brecht, Edith Piaf, Zarah Leander, Marlene Dietrich und Billy Holiday. Im selben Jahr heiratete sie auch den Pianisten Greg Galli und gebar ausserdem ihren ersten Sohn Nicola.
1997 erhielt Vera Kaa den Prix Walo in der Sparte "Songs, Lieder, Chanson" und veröffentlichte ihr erfolgreichstes Album "In-Team"... oder die Kunst, eine Frau zu sein, das Platz 21 der Schweizer Hitparade belegen konnte. Darauf sang sie erstmals allein in Mundart und ausserdem eigene Texte, vor allem über ihr Mutterdasein. Das zugehörige Live-Programm "Die Kunst, eine Frau zu sein" wurde über 300mal gespielt. 1998 spielte und sang sie die Hauptrolle (eine Hafennutte) in der Brecht / Weill-Revue "Und der Haifisch, der hat Zähne" an den "12. Regensdorfer Musikwochen".
Mit ihren folgenden Alben konnte sie nicht mehr an bisherige Erfolge anknüpfen: sowohl Irgendwie... wird's gut (1999) wie auch das nach ihrer Trennung von Ehemann Greg Galli veröffentlichte Wotschmi (2004) gingen regelrecht unter. Nach einem durch Philipp Fankhauser vermittelten Auftritt am "Blue balls festival" in Luzern besann sie sich zurück auf den Blues und ging ab 2005 mit dem Programm "Blues'n'more" auf Tournee. 2006 veröffentlichte sie zusammen mit Jolanda Steiner das Märchenalbum De chli Muck.
Ihr neuestes Album Quietly blue (2007) enthält zwölf bluesige Cover-Versionen, darunter "Lady sings the blues" von Billie Holiday, "Guilty" von Randy Newman, "So lonesome I could cry" von Hank Williams, zwei Lieder von Otis Redding sowie das Schweizer Volkslied "Stets in Truure".
