Yello

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Biographie

Yello experimentierte als eine der ersten Bands mit elektronischer Musik und wanderte immer zwischen musikalischem Abenteuer, Funk, Pop und Avantgarde. Heute gilt Yello als Vorreiter und Wegbereiter des Techno. Gemäss Dieter Meier wollte die Band stets "Soundtracks zu imaginären Filmen" schaffen.

Yello wurde Ende der 1970er Jahre von Boris Blank und Carlos Pèron in Zürich gegründet. Beide hatten zuvor mit synthetischer Klangerzeugung experimentiert. 1978 trafen sie den Millionärssohn Dieter Meier, der sich in der Schweizer Kunstszene bereits einen Namen als "Actionsänger", Avantgardist und leidenschaftlicher Glücksspieler gemacht hatte. Meier war ausserdem Mitglied der Schweizer Golf-Nationalmannschaft. 1980 wurde das Debütalbum SOLID PLEASURE dem dem US-Kultlabel Ralph Records veröffentlicht - Naturgeräusche, kombiniert mit Industrielärm. Von Anfang an verstand sich Yello als Studioprojekt, bei dem die Künstler zeitweise unabhängig voneinander arbeiten und eigene Ideen verwirklichen können. Während Blank und Pèron für die musikalischen Tüftlereien zuständig waren, kümmerte sich Meier um Text und Sprechgesang. Ab 1980 arbeitete zudem der Gitarrist Chico Hablas für mehrere Jahre als Gastmusiker mit der Band zusammen. Ebenfalls 1980 drehte Dieter Meier seinen ersten Spielfilm Jetzt und alles in Berlin. Yello war am Soundtrack zum Film beteiligt und trat in zwei Szenen als Gruppe auf.

1981 erschien das zweite Album CLARO QUE SI und Yello drehten ihr erstes Video zum Lied "The evening's young" - damit gehörten sie zu den ersten Bands, die sich an die noch junge Kunst der Videoclips wagten. Das Video zu "Pinball cha cha" gewann verschiedene Preise und wurde später in die Sammlung des Museum of Modern Art in New York aufgenommen. Für die Videoproduktionen war hauptsächlich Dieter Meier zuständig. Erste internationale Beachtung gewannen Yello mit dem dritten Album YOU GOTTA SAY YES TO ANOTHER EXCESS (1983), das mit "I love you" und "Lost again" zwei Hitsingles enthielt. Für ihre Lieder liessen sich Yello nun zunehmend auch von lateinamerikanischen Rhythmen und Melodien inspirieren. Um die Jahreswende 1983/1983 verliess Carlos Pèron die Band, die ihm inzwischen gar zu poppig und zu melodiös geworden war. Seither arbeiten Yello als Duo.

Mit dem vierten Album STELLA (1985) konnten sich Yello endgültig auf dem internationalen Musikmarkt etablieren. Mit "Vicious games", "Desire" und "Oh yeah" enthielt die Platte gleich drei Hits - "Oh yeah" fand in zwei Hollywood-Spielfilmen Verwendung (Ferris macht blau und Das Geheimnis meines Erfolges), mehrere Videos der Band wurden in Cannes ausgezeichnet und Yello komponierten exklusiv Musik für die Modeschauen des Designers Azzedine Alaia in Paris und New York. Yello-Musik wurde in den folgenden Jahren auch in zahlreichen Werbespots verwendet.

Auf dem fünften Album ONE SECOND (1987) war Shirley Bassey als Gastsängerin beim Hit "The rhythm divine" beteiligt. Der Erfolg des Albums konnte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Yello bedeutend an Frische und Abenteuerlust verloren hatten. Trotzdem konnten Yello 1988 ihren bisher grössten Hit verbuchen: "The race" aus dem Album FLAG. Das Lied wurde zunächst als Trailer für die ARD-Musiksendung "Formel Eins" verwendet und erschien erst danach als Single und Video. "The race" wurde darauf zum weltweiten Dancehit und verhalf Yello zu ihrer ersten Top 10-Notierung in den britischen Charts. Das Video gewann den "Diamond Award for best special effects" in Brüssel.

In den folgenden Jahren wurde es bedeutend stiller um Yello. Meier begann 1990 mit den Dreharbeiten zum Film Snowball, der erst 1997 fertiggestellt wurde. Blank dagegen komponierte die Filmmusik zum Hollywood-Thriller The adventures of Ford Fairlane. 1991 gründete Meier das Label Solid Pleasure und wollte damit vor allem jungen Künstlern eine Chance bieten. Die Alben BABY (1991) und ZEBRA (1994) spielten mit den gewohnten und bewährten Yello-Sounds. 1995 erschien das Remix-Album HANDS ON YELLO, auf dem 13 Dancefloor-Künstler Yello-Songs interpretierten, darunter Westbam, Jam & Spoon und The Orb. "Manchmal habe ich das Gefühl gehabt, dass sie zu viel Respekt vor dem Original hatten", kommentierte Blank die Remixes im Südwestfunk.

Wieder etwas experimentierfreudiger - allerdings auch technoider - gelang das Album POCKET UNIVERSE (1998). Im selben Jahr erhielten Yello den Kunstpreis der Stadt Zürich.

(Stand: Januar 2001)

Besetzung

  • 1978: Boris Blank, Dieter Meier, Carlos Pèron
  • 1984: Boris Blank, Dieter Meier

Diskographie

  • 1980.10 Yello LP SOLID PLEASURE [US: Ralph Records] [Phonogram]
    Bimbo / Night flanger / Reverse lion / Downtown samba / Magneto / Massage / Assistant's cry / Bostich / Rock stop / Coast to polka / Blue green / Eternal legs / Stanztrigger / Bananas to the beat
  • 1981.09 Yello LP CLARO QUE SI [Ralph Records / Phonogram]
    Daily disco / No more Roger / Take it all / The evening's young / She's got a gun / Ballet mécanique / Ouad el Habib / The lorry / Homer Hossa / Pinball cha cha
  • 1981 Yello LP JETZT UND ALLES [Mercury] Soundtrack
  • 1983.04 Yello LP YOU GOTTA SAY YES TO ANOTHER EXCESS [Phonogram]
    I love you / Lost again / No more words / Crash dance / Great mission / You gotta say yes to another excess / Swing / Heavy whispers [fade-out] / Smile on you / Pumping velvet / Salut Mayoumba
  • 1984 Yello LP LIVE AT THE ROXY [Mercury]
  • 1985.01 Yello LP STELLA [Phonogram]
    Desire / Vicious games / Oh yeah / Desert Inn / Stalakdrama / Koladi-ola / Domingo / Sometimes (Dr. Hirsch) / Let me cry / Ciel ouvert / Angel no
  • 1986.03 Yello 2LP YELLO 1980-1985 (THE NEW MIX IN ONE GO) [Phonogram] Compilation
    Daily Disco [new mix] / Swing / The evening's young [new mix] / Pinball cha cha [new mix] / I love you [edit from 12" remix] / Vicious games [edit from 12" remix] / Sometimes (Dr. Hirsch) / Base for Alec / Oh yeah / Lost again [edit from 12" remix] / Tub dub / Angel no / Desire [edit from 12" remix] / Bananas to the beat [new mix] / Koladi-ola / Domingo / Bostich [12" remix] / Live at the Roxy [edit]
  • 1987.05 Yello LP ONE SECOND [Mercury]
    La habanera / Moon on ice / Call it love / Le secret farida / Hawaiian chance / The rhythm divine / Santiago / Goldrush / Dr. Van Steiner / Si señor the hairy grill
  • 1987 Yello CD ONE SECOND [Mercury]
    La habanera / Moon on ice / Call it love / Le secret farida / Hawaiian chance / The rhythm divine / Santiago / Goldrush / Dr. Van Steiner / Si señor the hairy grill / L'hôtel
  • 1988.10 Yello LP FLAG [Phonogram]
    Tied up / Of course I'm lying / 3rd of June / Blazing saddles / The race / Alhambra / Otto di Catania / Tied up in gear
  • 1988 Yello CD FLAG [Phonogram]
    Tied up / Of course I'm lying / 3rd of June / Blazing saddles / The race / Alhambra / Otto di Catania / Tied up in red / Tied up in gear
  • 1991.06 Yello CD BABY [Mercury]
    Homage to the mountain / Rubberbandman / Jungle Bill / Ocean club / Who's gone? / Capri calling / Drive, driven / On the run / Blender / Sweet thunder
  • 1992.09 Yello CD ESSENTIAL YELLO (THE SINGLES COLLECTION) [Mercury] Compilation
    Oh yeah [1987 version] / The race [single version] / Drive, driven / Rubberbandman / Vicious games / Tied up [single edit] / Lost again / I love you [new mix] / Of course I'm lying [single edit] / Pinball cha cha [new mix] / Bostich [12" remix] / Desire / Jungle Bill ["Essential" edit] / Call it love [single edit] / Goldrush / The rhythm divine ["Essential" version]
  • 1994.10 Yello CD ZEBRA [Phonogram]
    Suite 909 / How how / Night train / Do it / I, I'm in love / SAX / Fat cry / Tremendous pain / Move dance be born / The premix (Howhow) / Poom Shanka
  • 1995 Yello CD HANDS ON YELLO [Polydor] Remixes
  • 1997.02 Yello CD POCKET UNIVERSE [Mercury 534 353-2]
    Solar Driftwood / Celsius / More / On Track / Monolith / To The Sea / Magnetic / Liquid Mountain / Pan Blue / Resistor / Beyond Mirrors / To the Sea (radio version, Northern mix) [remixed by Steve B-Zet]
  • 1999.01 Yello CD ECCENTRIC REMIXES []
    The race (brake light mix) / How how (papa-who-ma-mix) / More (rockabilly mix) / Do it (Marky P. and Teri B. dub) / Topaz (insect mix) / How how (in silence mix) / On track (Doug Laurent's first journey) / Vicious games (Boris Blank and Olaf Wollschläger mix) / Rubberbandman (rubber mix) [edit] / She's got a gun [1983 New York, Palladium] / To the sea (TSWL mix)
  • 1999.10 Yello CD MOTION PICTURE []
    Get on / Houdini / Prisoner of his mind / Distant mirror / Time freeze / Croissant bleu / Liquid lies / Squeeze please / Shake and shiver / Bubbling under / Point blank / Cyclops

Konzertdaten

  • 1983: 00.00. Los Angeles, Roxy

Weblinks